June 07, 2005

Jonathan Drake

Für die versuchte Erpressung von Banken, Hotels und Flughäfen per E-Mail ist ein 44-Jähriger in Stuttgart zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann hatte in 39 Fällen von verschiedenen thailändischen Internet-Cafes aus gedroht, Menschen zu töten oder Gebäude zu sprengen, sollte ihm nicht ein bestimmter Geldbetrag überwiesen werden.

Die deutschen Behörden verfolgten die E-Mails nach Thailand zurück und nahmen den Mann nach seinem Rückflug in Deutschland fest.

Zwischen Jänner und März dieses Jahres hatte der Mann in insgesamt 39 Fällen Banken und Hotels in Deutschland und Österreich erpresst. Zu den Opfern des Mannes gehörten auch Rechtsanwälte, Flughäfen und die Deutsche Bahn.

Unter den Alias-Namen Jonathan Drake und Vincent Baxter forderte der Mann meist Beträge zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Er drohte, ansonsten die Adressaten der E-Mails oder nahe stehende Menschen zu töten.

Von den Flughäfen verlangte er unter den Pseudonymen "Rote Zellen" und "Terrorbrigade" 50.000 bis 100.000 Euro. Andernfalls würden versteckte Bomben detonieren.

In Wien-Schwechat war daraufhin das Sicherheitsgremium zusammengetreten, in Berlin-Tegel hatten Spürhunde das Flughafengelände durchsucht.

Die meisten Opfer haben auf Anraten der Polizei nicht reagiert.

June 05, 2005

Adam Kowalski

Der Informatiker saß 22 Tage im Knast, weil er zufällig so ähnlich heißt wie ein gesuchter Zigarettenschmuggler. Der Tippfehler eines brandenburgischen Behördenmitarbeiters brachte den Hamburger mit der völlig weißen Weiste hinter Gitter. Dabei hätte die Hamburger Polizei den Justizirrtum mit einem einzigen Anruf verhindern können.

Adam Kowalski: "Ich bin in Hungerstreik getreten, hatte psychisch extrem zu kämpfen." Der größte Horror, sagt er, ist nicht das Gefängnis: "Das Schlimmste ist, dass dein Leben draußen in die Brüche geht, und du kannst nichts dagegen tun." Adam Kowalski war gerade dabei, sich als Informatiker selbstständig zu machen, freute sich auf die Ankunft seiner Verlobten, die aus Südamerika zu ihm nach Hamburg zieht.

Zwei kleine, vergessene Buchstaben und sein Geburtsdatum hoben das unauffällige Leben des Adam Kowalski aus den Angeln. Er wurde am 24. Dezember 1971 in Seibersdorf (Polen) geboren. Am selben Tag kam in Wysokie (ebenfalls Polen) ein Adam Kowalewski zur Welt.

Adam Kowalski wanderte als Kind mit seinen Eltern nach Hamburg aus, lernte Radiotechniker und Informatik, wurde 1989 deutscher Staatsbürger. Adam Kowalewski blieb Pole und schmuggelte im großen Stil Zigaretten.

Im Februar 2003 erlässt die Staatsanwaltschaft Cottbus einen Haftbefehl über 150 Tage gegen den flüchtigen Schmuggler Adam Kowalewski. Der Pole wird zur Fahndung ausgeschrieben - und dabei vertippt sich der ostdeutsche Beamte: Aus Kowalewski wird Kowalski.

Der Albtraum für Adam Kowalski beginnt am 5. Mai 2005, als er einen entfernten Bekannten besucht, mit dessen Schachcomputer spielt. Warum die Polizei diesen Bekannten aufsuchte, weiß er bis heute nicht, nur dass alle Anwesenden sich ausweisen mussten: "Eben war ich noch ins Schachspiel vertieft und plötzlich heißt es, gegen mich liege ein Haftbefehl aus Cottbus vor", erzählt er.

"Ich sagte den Beamten sofort, dass das ein Irrtum sein muss. Cottbus! Da war ich nur einmal als Kind." Hinweise auf eine Verwechslung gibt es genug: Der Geburtsort auf dem Haftbefehl stimmte nicht mit seinem überein, außerdem sollte ein polnischer Staatsbürger verhaftet werden, Adam Kowalski ist aber schon lange Deutscher.

Kein Polizist wird stutzig, Kowalski, der unbescholtene Schachspieler, wandert in die Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis. Nach fünf Tagen will seine Mutter, außer sich vor Sorge, eine Vermisstenanzeige aufgeben, erfährt auf dem Polizeirevier, dass ihr Sohn in Haft ist. Die behinderte alte Dame ist verzweifelt, wendet sich an Rechtsanwalt Manfred Getzmann. Als der Jurist die Akte Kowalski bekommt, sitzt sein Mandant bereits seit 22 Tagen in Haft. Getzmann stolpert über Geburtstort und Nationalität des Gesuchten, ruft die Staatsanwaltschaft Cottbus an: "Binnen drei Minuten war der Irrtum aufgeklärt und die sofortige Freilassung veranlasst."

Der Anwalt ist fassungslos über die Nachlässigkeit der Hamburger Polizei und Justizbehörde: "Es ist ein Skandal, wie mit Freiheitsrechten umgegangen wird. Die Hinweise auf eine Verwechslung waren offensichtlich - drei Minuten Nachdenken und ein Anruf in Cottbus hätten gereicht." Der Anwalt will Wiedergutmachung erstreiten, außerdem Dienstaufsichtbeschwerden gegen die schlampigen Beamten einreichen.

Und Adam Kowalski? Der will nur noch nach vorne blicken: "Ich möchte einen Job finden, meine Verlobte heiraten und eine Familie gründen."

Source:
- Hamburger Morgenpost
- Berliner Morgenpost

April 26, 2005

4 Letten in Innsbruck

Zwei Letten (24 und 27 Jahre alt) wollten mit einer gefälschten Karte zahlen. Die Ungültigkeit der Karte wurde festgestellt. Die beiden flüchteten aus dem Geschäft, der Verkäufer lief den beiden nach und merkte sich das Kennzeichen ihres Fahrzeuges mit dem sie wegfuhren. Die Polizei konnte das Fahrzeug wenig später in Innsbruck anhalten. Im Fahrzeug befanden sich vier Letten, sie hatten sieben gefälschte Kreditkarten, gefälschte Reisepässe und Führerscheine bei sich, außerdem verschiedene Waren im Wert von über 10.000 Euro wie Laptops, Kameras oder Handys. Die Waren hatten die Letten in Deutschland, Salzburg und Innsbruck "eingekauft". In einem Fall wurde den Tätern die Karte sogar wieder ausgefolgt, obwohl auf dem Zahlungsdisplay der Hinweis erschien, die Karte sei einzuziehen. Die Daten der Kreditkarten hatten sich die Letten offensichtlich bei Zahlungen in der ganzen Welt beschafft. Vorerst geschädigt sind Personen aus Italien, Russland, Amerika und Deutschland, die jedoch eventuelle Vorschreibungen von den Kreditkartenunternehmen unbürokratisch wieder storniert erhalten. Die vier Letten wurde nach der Einvernahme in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert. Auf Grund der bisherigen Erkenntnisse handelt es sich laut Polizei um Mitglieder einer organisierten kriminellen Vereinigung, die sich die Daten der Kreditkarten besorgt, dazu gefälschte Ausweisdokumente herstellt und in weiterer Folge angeworbene Gruppierungen in den Westen auf "Einkaufstour" schickt.

Source:
- tirol.ORF.at

Nopir

Nopir is a worm which has taken the law into its own hands against internet music pirates.

The W32/Nopir-B worm, which appears to have originated in France, spreads via peer-to-peer file-sharing systems posing as a hacked utility to make copies of commercial DVDs. However, in reality it displays an anti-piracy graphic, and attempts to delete all MP3 music files, disable various system utilities, and wipe .COM programs on the infected PC.

"The internet is swamped with people pirating movies and music, costing the entertainment industry millions each year. The Nopir-B worm targets people it believes may be involved in piracy, but fails to discriminate between the true criminals and those who may have MP3 files they have created themselves," said Graham Cluley, senior technology consultant for Sophos. "Whichever side of the fence you come down on in regards to internet piracy, there's no debate about the criminal nature of this worm - designed to inflict malicious damage on people's Windows computers."

Internet pirates who have illegally distributed music files, movies and TV shows have been in the news recently as ISPs have been ordered in a number of cases to provide identitifying details of those individuals responsible so prosecutions can be brought against them. Last month, a Canadian man lost his job after it was found he had leaked the first episode of the eagerly anticipated BBC science fiction series "Doctor Who" onto the internet three weeks before its official broadcast.

- Sophos reports

April 17, 2005

Spielregeln

Werden sie Manager: Stellen sie ein Team zusammen!
Werden sie HRHR Delegierter: Definieren sie die Spielregeln (Spielgerät, Anzahl Spieler, Spielfeld, Spieldauer, Ziel des Spiels)!
Werden sie Trainer: Definieren sie eine Strategie!
Werden sie Spieler: Suchen sie sich eine Identität aus und spielen sie mit!
Werden sie Ausrüster: Statten sie das Team mit Bekleidung und Utensilien aus!

High Risk Human Ressource All Star Team

Trikotwerbung

Der Hauptsponsor präsentiert sein Unternehmen auf der Spiel- (Trikotbrust), Trainings- und Repräsentationskleidung aller Spieler und der Trainer bei allen nationalen und internationalen Auftritten.

Der Einzeltrikotsponsor präsentiert sein/ihr Unternehmen auf dem Trikot eines Spielers sowie auf den Trainingskleidungen der Kaderspieler.

Der Exklusiv-Sponsor präsentiert sein/ihr Unternehmen auf der Hose vorne oder hinten oder auf dem Trikotrücken oberhalb der Nummer bzw. wahlweise auf dem linken oder rechten Ärmel sowie auf den Trainingskleidungen der Kaderspieler.

Der Ausrüster stattet das Team mit sämtlichen Spiel- und Trainingsbekleidungen sowie diversen Sportutensilien aus: Trikot, Hose, Stutzen, Pullover, Kappen, Bälle oder Taschen.

- HRHR All Star Team Shop
- SV Wüstenrot Salzburg

Unbekannter Feuerwehrmann aus dem Wienerwald

Um 22.15 Uhr liefen die Telefonleitungen in der Landeswarnzentrale Tulln heiß: Weit über hundert Feuerwehrleute aus dem Waldviertel, den Bezirken Neulengbach, Tulln und Lilienfeld standen bereit, auszufahren.

Via SMS erreichte sie ein "Stiller Alarm", also ein Ruf zur Hilfe etwa nach einem leichteren Verkehrsunfall oder bei Brandverdacht. Der offizielle Ruf erfolgt immer noch über Pager oder Sirene. Bei der SMS-Verständigung handelt es sich um ein über das Internet übertragenes, codiertes Zusatzsystem. Dieses System dürfte nun ein unbekannter Hacker geknackt haben. Der Täter könnte aus den eigenen Reihen der Feuerwehr kommen, vermutet Landesfeuerwehrkommandant Wilfried Weissgärber, "weil dafür Sachinformation aus dem Feuerwehrwesen notwendig ist."

Vor etwa einer Woche sind die ersten Falschalarmierungen abgesendet worden. Seither führt die Funküberwachung Peilungen durch. Der Täter dürfte demnach aus dem Wienerwald-Raum kommen, mehr weiß man bisher noch nicht.

noe.ORF.at

April 08, 2005

Mojtaba Saminejad

According to Reporters Without Borders, Blogger Motjaba Saminejad, who was freed on bail of 500 million rials (43,000 euros) at the end of January, was reimprisoned on 12 February when a judge doubled the bail, making it impossible for him to raise the money.

Saminejad was told his bail had been raised to 1 billion rials when he was summoned by the Tehran prosecutor's office for a hearing on February 12.

He was first arrested in November 2004 for reporting the arrests of three fellow bloggers in his former blog. While detained, his blog address was transferred to the blog of a group of hackers linked to the Iranian radical Islamist movement Hezbollah, which may have the reason for his re-arrest. After his release, he relaunched his blog using a new address.

Source:
- Blog
- Committee to Protect Bloggers

April 01, 2005

K Kumaran

Der 29-jährige K Kumaran ist kein armer Mann. Daher konnte er sich einen Mercedes der S-Klasse leisten. Der gebrauchte Wagen kostete immerhin 75.000 US-Dollar und war neben dem Keyless-Go-System mit einer Key-Card zum schlüssellosen Aufsperren der Türen auch mit einem biometrischen Sicherheitssystem ausgestattet. Ohne den digitalen Scan von Daumen oder Zeigefinger des Besitzers kann man mit dem Wagen, wenn man ihn aufgebrochen hat, nur einige Sekunden fahren, bevor er stehen bleibt.

Am Morgen um sieben Uhr ging Kumaran zu seinem schönen Wagen und wurde dann von einem Honda angefahren. Er stürzte, wurde von den vier Räubern gepackt und in seinen Wagen geschafft. Dann schalteten die Räuber das Sicherheitssystem mit dem Finger von Kumaran ab, den sie auf den Scanner drückten. Anschließend verbanden sie seine Augen mit seiner Krawatte, bugsierten ihn zwischen Vorder- und Rücksitzen auf den Boden und fuhren zu einem unbekannten Ort.

Dort stießen zwei weitere Männer hinzu. Erst einmal wurde das Audiosystem ausgebaut. Dann nahmen die Diebe seine zwei Handys und seine Brieftasche und zwangen ihn, die PIN-Nummern seiner beiden Bankkarten zu sagen. Nachdem klar wurde, dass keiner der Räuberbande den Fingerscanner umgehen konnte, zwangen sie Kumaran auf den Boden und schnitten die Kuppe seines Zeigefingers mit einer Machete ab, um das Fahrzeug benutzen zu können. Kumaran hatte noch Glück, dass die Räuber ihn schließlich lebendig neben einer Straße aussetzten.

Source:
- Telepolis
- mmail.com

March 21, 2005

Nicholas Jacobsen

In January, the Bellevue, Wash., mobile carrier acknowledged that Nicholas Jacobsen, a California-based hacker, had compromised its internal computer systems in 2003 and viewed the Social Security numbers of 400 customers. T-Mobile, which is part of Deutsche Telekom AG, did not immediately respond to requests for comment late Sunday.

Twenty-one year-old Nicholas Jacobsen was arrested for a myriad of hacking offenses. He was able to gain access to T-Mobile's main servers and gather a variety of fun things including: account information, mobile photos including "grainy candid shots of Demi Moore, Ashton Kutcher, Nicole Richie, and Paris Hilton", and highly classified Secret Service documents. He is scheduled to be sentenced in May and faces a maximum possible sentence of five years' imprisonment and a $250,000 fine.

On July 28th the informant gave his handlers proof that their own sensitive documents were circulating in the underground marketplace they'd been striving to destroy. He'd obtained a log of an IRC chat session in which a hacker named "Myth" copy-and-pasted excerpts of an internal Secret Service memorandum report, and a Mutual Legal Assistance Treaty from the Russian Federation. Both documents are described in the Secret Service affidavit as "highly sensitive information pertaining to ongoing USSS criminal cases."

Source:
- The Daily Bubble
- Hackers post Paris Hilton's address book online - Computerworld

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Magnus Eriksson

Auf dem Arbeitscomputer des mittlerweile 41-jährige Magnus Eriksson an der Universität Lund wurden 1999 12.000 Porno-Bilder gefunden - rund 3000 mit Kindern. Der Professor verlor daraufhn seinen Job. Die Leitung der Juristischen Fakultät an der Universität veröffentlichte seinen Namen und erteilte dem Mann Hausverbot. Wie Eriksson gegenüber einem schwedischen Fernsehsender erklärte, wurde er danach von Studenten verspottet und beschimpft. Als Reaktion darauf zog der Mann nach Spanien wo er seitdem ohne Arbeit und auch krank lebt.

Im eingeleitete Gerichtsverfahren wurde Eriksson nun freigesprochen. Nach Meinung der Richter wurden die pornografischen Bilder mit Hilfe eines als "Trojanisches Pferd" auf dem PC installierten Programms heruntergeladen. Computerexperten erhielten erst zum Prozess Zugang zum Rechner und konnten nachweisen, dass dort eine von einem Schweden geschriebene Software zur unerkannten Steuerung eines Rechners von außen installiert war. Zudem wurde bewiesen, dass die Bilder auf dem PC weder geöffnet noch angeschaut worden waren.

Source:
- derStandard.at